News aus der Dorfelder Strasse

Willkommen im virtuellen Wohnzimmer von Joesch und Steven :-)

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Samstag, Oktober 31, 2009

Von Iquique nach Antofagasta


Nachdem wir Iquique mit dem Bus verlassen haben, sind wir nach einer 6 Std. Fahrt in Antofagasta angekommen. Hier mussten wir leider eine Übernachtung einplanen, da an dem Abend kein Bus mehr nach San Pedro de Atacama weiterfuhr. Am Busterminal am Rande der zweitgrößten chilenischen Stadt angekommen, mussten wir erstmal die örtlichen Gegebenheiten in Sachen Transport verstehen. Es gibt öffentliche Busse, wussten aber nicht, mit welcher Nummer wir in die Stadt kamen. Desweiteren gibt es Collectivos: dies sind normale Taxis mit einem grossen Schild auf dem Dach, mit einer Nummer und in welche Richtung sie fahren. Da kann man Zu- und Aussteigen für wenig Geld. Nur dazu, muss man leider ebenfalls die genaue Nummer kennen. Nach mehreren Anläufen, sind wir dann in ein Taxi gesprungen, welches uns wenigstens in die Nähe unserer Unterkunft gebracht hat. Diese Unterkunft war dann die erste große Herausfoderung für Steven. In Deutschland hätte es bestimmt keinen halben Stern verdient. Denn das Vermieten von 8 qm Zimmern ist bei uns bestimmt verboten! Und hier merkte man wieder das Preisgefüge in Chile - für diese einfachste Unterkunft bezahlten wir dennoch € 23,- pro Nacht OHNE Frühstück.

Zugleich begannen wir mit der Erkundung von Antofagasta und haben sofort festgestellt, dass man diesen Ort nicht braucht. Dreckig, versifft, komische bratzige Menschen und einfach nur unsymphatisch. Wir konnten nicht verstehen, wie man eine Stadt am Meer so zubauen kann, dass es nicht möglich ist, direkt ans Meer zu kommen! Auf unserer Suche nach dem Meer, der nicht vorhandenen Strandpromenade und den nicht existierenden netten Fischokalen, trafen wir auf eine Shopping Mall. Diese Mall konnte locker mit einer in den USA mithalten! Jegliche bekannten FastFoodKetten waren vertreten, genauso wie die Adidas Performance Stores etc... Also nichts mit Strandromantik und frischem Fisch! Schade!

A sunny day in Iquique


Irgendwie haben wir heute die Sonne ein wenig unterschätzt. Als wir gestern angekommen sind, wehte ein frischer Pazifikwind durch die Stadt. Vor allem abends bzw. im Schatten brauchte man ein Jacke... so haben wir dann heute morgen auch mal vorsichtshalber unsere Jacken mitgenommen! Und jetzt haben wir eine knallrote Nase, Stirn und gerötete Arme!

Wir sind heute den ganzen Tag durch die Küstenstadt Iquique gelaufen. Leider gibt es nicht allzuviele Sehenswürdigkeiten, so haben wir uns vorgenommen, einfach mal quer durch die Stadt zu laufen um zu sehen was uns so erwartet. Die Stadt hat wirklich ihren eigenen Charme. Laut Lonely Planet sind sie gerade dabei, die Stadt als Vorzeigeurlaubsort der Chilenen auszubauen. Eine große Duty-Free-Zone mit Malls gibt es schon ausserhalb der Stadt. Das haben wir uns aber erspart...

Vielmehr haben wir den Tag genossen, in dem wir am Strand entlang spaziert sind. Eine große Strandpromenade ist schon ausgebaut. Nur leider fehlen irgendwie die Restaurants. Es gibt einen kilometerlangen Strand, mit nicht einem einzigen Restaurant oder einer Hot-Dog-Bude. Das fällt einem selbstverständlich dann auf, wenn man sehr Hunger hat und schon 2 Stunden gelaufen ist!

Letztendlich hatten wir einen sehr schönen Tag, mit der Feststellung, dass es reicht, einen Tag hier zu verbringen. Eine Woche Urlaub wäre schon ein wenig sehr langweilig - und vor allem teuer! An die chilenischen Preise haben wir uns immer noch nicht so richtig gewöhnt.

Abends planten wir dann unsere Weiterreise. Zur Auswahl standen ein Flug oder eine 8h-Busfahrt. Da der Flug erst um 20 Uhr losgehen würde, haben wir uns für die Küstenfahrt Richtung Süden am Vormittag entschieden. So siehen wir noch ein wenig mehr von Berge und Meer. Die Nacht in Antofagsta ist auch schon reserviert. So haben wir nochmal einen schönen Abend an der Pazifikküste mit köstlichen Fischen und Muscheln, bevor es nach San Pedro de Atacama auf 2500 Meter Höhe geht!

Freitag, Oktober 30, 2009

From Santiago to Iquique...




Heute sind wir knapp 2000 km nördlich geflogen. Die Anden zur rechten und der Pazifik zur linken Seite. Als wir gelandet sind, erwartete uns nur Sand und braune Berge. Nach einer Fahrt von ca. 30 km erhebt sich auf einmal eine grosse Stadt - Iquique.

Die Stadt kam zu ihrem Ruhm als während der Jahrhundertwende hier Mineralien und Nitrat abgebaut worden sind. Noch viele alte Häuser in der Innenstadt erinnern an diese goldene Zeit. Für uns wirkt es eher wie eine Requisite aus einem alten Western-Film.

Aber die Lage am Pazifik macht die Stadt interessant. Es gibt frischen Fisch, einen großen Strand und nette Cafés, in denen man den Ausblick genießen kann. Aber auch die Anden im Hintergrund machen die Stadt zum besten Spot der Paraglider in Südamerika.

Donnerstag, Oktober 29, 2009

Discover Santiago de Chile


Als wir heute morgen aufgestanden sind, erwartete uns eine tolle Überraschung: ein strahlend blauer Himmel und vorausgesagte 25°C! Das perfekte Wetter um Santiago zu erkunden. Um den Lonely Planet zu zitieren: "Santiago ist nicht gerade Paris...". Deswegen haben wir unsere Erwartungen ein wenig herabgesetzt, haben uns aber doch eine sehr schön Route ausgearbeitet! Das schöne Wetter tat sein übriges, um diesen Tag perfekt werden zu lassen.

Gestartet sind wir im Barrio Bellavista. Von dort aus fährt eine Standseilbahn auf den höchsten Berg der Stadt. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über die ganze Metropole. Hier erkennt man, dass Santiago wirklich fast komplett von den Anden umgeben ist! Weiter ging es quer durch die City zu den wichtigsten Plätzen und Gebäuden. Hier gibt es ebenfalls nochmal einen kleinen Hügel mit einem alten Aussichtsturm, der einen Blick über die Innenstadt ermöglicht. Zum Schluss landeten wir im Kunstmuseum. Hier gibt es gerade eine Fotoaustellung über Berlin. Für nichtmal einen Euro Eintritt, haben wir dann doch eine Weile im Kunstmuseum verbracht und uns auch chilenische Kunst angeschaut und Studenten beim Malen beobachtet. Erschöpft werden wir den abend bei einem Glas chilenischen Rotwein ausklingen lassen, bevor wir uns dann morgen auf die Weiterreise nach Iquique (im hohen Norden von Chile) machen. Darauf freuen wir uns schon sehr - dort werden uns Berge, Strand und Meer erwarten!





Chile


Chile - 4300 Km lang und 200 Km breit, die trockenste Wüste der Welt, Regenwald und Eisberge im Süden und 50 aktive Vulkan (10% der weltweit aktiven Vulkane) machen das Land abwechslungsreich. In Santiago de Chile leben ca. 5 Millionen Menschen - 400 Menschen pro Quadrat-km im Stadtgebiet und 1 Mensch pro Quadrat-km im Tierra del Fuego.

Mittwoch, Oktober 28, 2009

Santiago de Chile



Der Dienstag stand im Zeichen eines internationalen Fluges! Wir haben unser Glück probiert, zwei Plätze auf der LAN Maschine von Mendoza nach Santiago de Chile zu bekommen. Schon beim Check-In bekamen wir unsere Sitzplätze und begaben uns somit in den internationalen Abflugbereich.

Dieser beschränkt sich auf die Gates 1 und 2 von insgesamt vier. Schon recht übersichtlich der Provinzflughafen. Schließlich ist der Flug nach Santiago auch die einzigste internationale Verbindung, die von hier möglich ist.


Nachmittags checkten wir dann mit unseren Rucksäcken und Schlafsäcken ins Intercontinental Santiago ein! Für unsere zwei kostenlosen Nächte bekamen wir noch zur Belohnung ein Upgrade in den Executive Floor. Free Flow of Gint Tonic für Steven :-)

Nachmittags erkundeten wir erstmals ein wenig die Stadt. Das Barrio Bellavista gehört zum Vergnügungs- und Ausgehviertel der Metropole. Hier sind wir spazieren gegangen und haben den Abend ausklingen lassen.

Montag, Oktober 26, 2009

Wein- und Oliventour in Mendoza



Am Montag ging es also endlich in die Weinberge. Den kompletten Vormittag verbrachten wir in der Fußgängerzone in einem netten Café mit WLAN um die nächsten Tage unserer Reise zu organisieren. Überpünktlich wurden wir dann um 14:25 zu unserer 14 Uhr Tour abgeholt (am Tag vorher war der Fahrer knapp 1 1/2 h zu spät).

Zuerst ging es in die Weinfabrik Lopez. Fabrik ist wörtlich zu nehmen - hier werden pro Jahr 17 Millionen Liter Wein abgefüllt - 12.000 Liter pro Stunde! Und das interessante daran: 95% wird nur innerhalb Argentiniens verkauft! Wir hatten hier eine sehr nette, ausführliche Führung und einiges gelernt und durften am Ende natürlich auch Wein verkosten.

Danach ging es auf kleinen Schotterstrassen auf ein familiäres Weingut. Das erste, was in Argentinien 100% biologischen Wein anbaut. Und genauso ruhig und idyllisch war es dann auch auf dem Hof. Die Weinreben waren umgeben von Olivenbäumen und vereinzelt sah man Orangen- und Zitronenbäume auf den Feldern - und viele faule Hunde, die es sich in der Sonne gemütlich gemacht hatten. Hier war alles noch Handarbeit! Die Weinfelder werden nur mit Pferd und Pflug bearbeitet, und selbst in der Scheune konnten wir dabei zuschauen, wie zwei Omas mit einem Teppichmesser die Weinetiketten aus einem großen Bogen ausgeschnitten und ganz akribisch genau auf die Flaschen aufgeklebt haben. Interessanter Fakt Nummer zwei: Der biologische Wein des kleinen Gutes heimste mehrere Preise in den USA und Europa ein und wird vorwiegend in die USA, nach Taiwan und Japan verkauft, weniger als 5% landen in ausgewählten Vinotheken in Argentinien.

Und zum guten Schluss durften wir dann noch auf eine riesige Olivenölfarm mit angeschlossenem Museum. Familie Laur hat hier aus einer kleinen Farm ein quasi landesweit bekanntes Olivenölimperium geschaffen. Die Maschinen und Werkzeuge der Anfangszeit, die noch bis 1998 benutzt wurden, konnte man in einer Scheune besichtigen. Heute produziert die
Firma ca. 1 Million Liter Öl pro Jahr.

Bei der Verkostung haben wir uns geärgert, dass wir nicht mit dem Auto hier waren: Soooooo viele leckere Antipasti gab es - die eingelegten Tomaten waren der Hammer!

Wir hatten einen wunderschönen Frühlingstag bei über 25°C und dabei nur zwei Winzer besucht - während allein der Distrikt Mendoza mehr als 1.500 Weingüter beherbergt. Quasi mindestens 1.500 Gründe noch einmal hierher zurückzukehren :-).

Sonntag, Oktober 25, 2009

Bergtour Alta Montanas

Am Sonntag um 7 Uhr sollte unsere Bergtour beginnen. Abgeholt wurden wir mit argentinischer pünktlichkeit ca. 1 1/2 Std. später. Im Nachhinein, haben wir erfahren, dass es Probleme mit unserem Tour Operator gab und wir quasi kurzfristig umgebucht werden mussten. Ja, auch sowas passiert hier mal des öfteren.

Die Tour begann mit einer Fahrt über das platte Land ausserhalb Mendozas. Schon von der Ferne konnte man die imposanten Anden erahnen. Der erste Stop war an einem Stausee. Die Sicht war leider nicht so optimal - es war wohl der einzigste Tag von 365, an dem es hier mal bewölkt war! Aber das "schlechte" Wetter verzog sich schnell und gab den Blick auf die massiven Berge und Schluchten frei.


Nach einer kurzen Frühstückspause ging es nun immer höher und höher. Letztendlich waren wir auf knapp 2800 Meter über dem Meer. Während der Fahrt sollten wir uns in eine Liste eintragen, um es den Grenzbehörden einfacher zu machen. Grenzbehörden? Pass? Chile? Wieso? Hm, uns hat irgendwie keiner gesagt, dass wir uns im Grenzgebiet aufhalten werden. Somit hatten wir auch leider keinen Pass dabei. Kurzerhand wurde die Nr. unseres Jugendherbergsausweises in die Liste eingetragen und gehofft, dass nicht sooo genau kontrolliert wird! Blöderweise haben wir eine Familienmitgliedschaft und unser Ausweis daher die gleiche Nummer. Wollten ja nicht auffallen, also hat Jörg seine LH PK-Nummer eingetragen und wir haben gehofft, dass es keinem auffällt. Zum Glück ist es das auch nicht. Jeden Tag passieren mehrere Touristenkleinbusse diese Strecke. Somit war die Liste wirklich nur eine kleine Formalität.



Nach mehreren kleinen Fotostops erreichten wir dann letztendlich den Grenztunnel nach Chile. Hier hatten wir einen traumhaften Blick auf die verschneiten Berggipfel. Unter anderem auf den Aconcagua, den höchsten Berg dieser Andenregion mit über 6000 Meter. In einem kleinen Restaurant - erinnerte einem sehr an eine Skihütte - hatten wir ein sehr leckeres, rustikales Mittagessen. Danach ging es gestärkt die 180 km zurück nach Mendoza - wo wir nach insgesamt 11 Std. erschöpft und sehr glücklich angekommen sind.

Die Bergtour hat sich wirklich sehr gelohnt, um einen ersten Eindruck von der massiven Bergwelt der Anden zu bekommen. Dennoch können wir uns nicht so ganz vorstellen, so einen Berg einmal zu besteigen...aber wer weiss? Die Faszination Berge ist auf jeden Fall schonmal vorhanden!

Samstag, Oktober 24, 2009

Mendoza


In Mendoza angekommen erkundeten wir erstmal die Stadt. Wir hatten ein kleines, einfaches aber nettes Hostel gehabt. Die Stadt liegt ca. 1000 km westlich von Buenos Aires und liegt den Anden zu füßen. Das Klima ist sehr angenehm und trocken. Mendoza ist natürlich für seinen Weinanbau bekannt. Schon wenn man das Flughafengebäude verlassen hat, stand man schon vor der ersten Weinplantage! Vino de Kerosin! Que rico! Die Stadt ist schön gemütlich, überschaubar und sehr nett. Nachmittags haben wir uns dann noch informiert, welche Touren wir für die nächsten zwei Tage buchen können. Wir haben uns für eine ganztages Bergtour und eine halbtags Winzertour entschieden.

Freitag, Oktober 23, 2009

Die erste Woche!

Die erste Woche in Argentinien verlief mehr oder weniger unspannend. Jörg ist nach 13:25 Std. Flugzeit auf seinem Eco-Sitz in Buenos Aires gelandet und sofort ein wenig erschöpft ins Hostel auf der Calle Florida gefahren.

Jeden Tag von 9:30 Uhr bis 16 Uhr hatte er seinen Spanischunterricht. Am Donnerstag kam dann Steven nach. Er ist ebenfalls nach 13:25 Std Flugzeit auf Sitz 83K in Buenos Aires
gelandet.



Der Urlaub begann so richtig am Freitag Abend, nach Jörgs letzter Schulstunde, als wir im Desnivel ein großes Stück Steak und eine eiskalte Flasche Quillmes hatten.

Am Samstag mussten wir schon wieder um 5 Uhr aufstehen, um den Flieger nach Mendoza zu bekommen. Wir hatten die Wahl zwischen Aerolineas Argentinas oder LAN Argentina. Die Kollegen von Aerolineas waren leider nicht so sehr freundlich, und machten uns gleich klar, dass ihr Flug ausgebucht sei. Letztendlich haben wir den vorletzten Platz auf der LAN Maschine bekommen.

Dienstag, Oktober 20, 2009

Neuigkeiten von Steven und Jörg

Liebe Freunde,

wir haben uns entschieden, unseren Blog einmal "platt" zu machen und ihn nun als unseren Travel-Blog für unsere 6-Wochen Argentinien-Chile-Bolivien-Rundreise zu verwenden! Hier findet ihr nun Updates unserer Reise, Bilder, Geschichten und alles, was uns so einfällt, wenn wir mal wieder Free-Internet in unseren Hostels haben!

Es lebe Dorfelderstrasse.de 2.0!

Viel Spaß beim Lesen!
Saludos de Latino America
Jorge y Esteban