News aus der Dorfelder Strasse

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Sonntag, Oktober 25, 2009

Bergtour Alta Montanas

Am Sonntag um 7 Uhr sollte unsere Bergtour beginnen. Abgeholt wurden wir mit argentinischer pünktlichkeit ca. 1 1/2 Std. später. Im Nachhinein, haben wir erfahren, dass es Probleme mit unserem Tour Operator gab und wir quasi kurzfristig umgebucht werden mussten. Ja, auch sowas passiert hier mal des öfteren.

Die Tour begann mit einer Fahrt über das platte Land ausserhalb Mendozas. Schon von der Ferne konnte man die imposanten Anden erahnen. Der erste Stop war an einem Stausee. Die Sicht war leider nicht so optimal - es war wohl der einzigste Tag von 365, an dem es hier mal bewölkt war! Aber das "schlechte" Wetter verzog sich schnell und gab den Blick auf die massiven Berge und Schluchten frei.


Nach einer kurzen Frühstückspause ging es nun immer höher und höher. Letztendlich waren wir auf knapp 2800 Meter über dem Meer. Während der Fahrt sollten wir uns in eine Liste eintragen, um es den Grenzbehörden einfacher zu machen. Grenzbehörden? Pass? Chile? Wieso? Hm, uns hat irgendwie keiner gesagt, dass wir uns im Grenzgebiet aufhalten werden. Somit hatten wir auch leider keinen Pass dabei. Kurzerhand wurde die Nr. unseres Jugendherbergsausweises in die Liste eingetragen und gehofft, dass nicht sooo genau kontrolliert wird! Blöderweise haben wir eine Familienmitgliedschaft und unser Ausweis daher die gleiche Nummer. Wollten ja nicht auffallen, also hat Jörg seine LH PK-Nummer eingetragen und wir haben gehofft, dass es keinem auffällt. Zum Glück ist es das auch nicht. Jeden Tag passieren mehrere Touristenkleinbusse diese Strecke. Somit war die Liste wirklich nur eine kleine Formalität.



Nach mehreren kleinen Fotostops erreichten wir dann letztendlich den Grenztunnel nach Chile. Hier hatten wir einen traumhaften Blick auf die verschneiten Berggipfel. Unter anderem auf den Aconcagua, den höchsten Berg dieser Andenregion mit über 6000 Meter. In einem kleinen Restaurant - erinnerte einem sehr an eine Skihütte - hatten wir ein sehr leckeres, rustikales Mittagessen. Danach ging es gestärkt die 180 km zurück nach Mendoza - wo wir nach insgesamt 11 Std. erschöpft und sehr glücklich angekommen sind.

Die Bergtour hat sich wirklich sehr gelohnt, um einen ersten Eindruck von der massiven Bergwelt der Anden zu bekommen. Dennoch können wir uns nicht so ganz vorstellen, so einen Berg einmal zu besteigen...aber wer weiss? Die Faszination Berge ist auf jeden Fall schonmal vorhanden!